Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie)

Unter einem Gesichtsfeld versteht man den Bereich, in dem Sie noch normal bei unbewegtem Auge sehen und Ihre Umwelt und die Gegenstände im Seitenbereich des Sehens wahrnehmen können.


Gesichtsfeldausfälle können an einem oder an beiden Augen auftreten, daher muss jedes Auge separat auf sein Gesichtsfeld untersucht werden. Ein Ausfall des Sehens an bestimmten Stellen der Netzhaut – oft im Randbereich des Sehens, aber auch durchaus nahe des Zentrums Ihres Sehbereiches, läuft anfangs sehr schleichend und von Ihnen unbemerkt ab, wobei schon dann irreparable Schäden entstehen können.

Genau dies ist das besonders Tückische an dieser Art Ausfälle des Sehens. Besonders das Glaukom (der Grüne Star) lösen solche Gesichtsfeldausfälle – anfangs unbemerkt – aus. Aber auch neurologische Ursachen, die nicht unmittelbar im Auge, aber im Gehirn oder am Sehnerven ihren Ursprung haben, können einen solchen Ausfall verursachen. In einem solche Falle sind ggf. zusätzlich neurologische Untersuchungen (z.B. auch MRT) sinnvoll. 

Ursachen für Gesichtsfeldausfälle kann auch ein unbehandelter Diabetes mellitus (sog. „Zuckererkrankung“) sein. Manchmal werden Gesichtsfeldausfälle aber auch durch eine Trübung der Augenlinse verursacht, was durch einen Tausch der Augenlinse innerhalb einer Operation unkompliziert behoben werden kann. Besonders schneller Handlungsbedarf besteht allerdings, wenn eine Schädigung der Retina (Netzhaut), des Sehnerven oder gar des Gehirns vermutet werden muss. Dies kann eine augenärztliche Untersuchung Ihrer beiden Augen, u.a. durch eine solche Gesichtsfelduntersuchung, ergeben.


Daher sind regelmäßige, augenärztliche Kontrollen für Risikogruppen außerordentlich wichtig. Eine regelmäßige Vorsorge und Kontrolle des Sehvermögens mit einer Gesichtsfelduntersuchung bietet nicht nur Ihnen persönlich die Chance einer Früherkennung und damit einer besseren Heilung, sondern auch die Vermeidung größerer, irreparabler Schäden. Prävention bietet grundsätzlich immer eine bessere Heilungschance und ist zudem auch weit kostengünstiger als ein langwieriger Versuch der Heilung, der oft nicht mehr das volle Sehvermögen zurückbringen kann. Sollten Sie Familienmitglieder oder Vorfahren haben, die z.B. an einem Grünen Star erkrankt sind, oder die zu einer anderen Risikogruppe gehören, sollten Sie uns darauf ansprechen. Verpassen Sie nicht die Chance frühzeitig mit dieser Art Untersuchung reagieren zu können, um Ihr Sehvermögen möglichst lange erhalten zu können.

Bei der Gesichtsfelduntersuchung, die man auch Perimetrie nennt, blickt der Patient fest auf einen Fixationspunkt, ohne das Auge zu bewegen. Der Patient gibt nun per Knopfdruck an, ab wann er Lichtpunkte an verschiedenen Orten des Randbereiches seines Sehens wahrnimmt. Hieraus wird ermittelt, wie groß das Gesichtsfeld des Patienten (noch) ist und ob es im Normalbereich des gesunden Sehens liegt. Ist dies nicht der Fall, werden wir mit Ihnen die weitere Vorgehensweise besprechen.

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